Sonntag, 6. Mai 2012

Hallo liebe Freunde des guten Geschmacks ;)

es ist so weit.........der Post, in dem ich von meiner Reise berichte!!

Kurzüberblick: Ich bin am 2. April hier in Buenos Aires los. Zu erst nach Salta, dann Córdoba, Mendoza (kurzer Zwischenstopp in Neuquén) und El Bolson. Am 20. April bin ich dann wieder mittags in Buenos Aires angekommen.

1. Stopp: Salta
Ich bin am 3. April mittags in Salta angekommen. Ich war sofort von den ganzen Bergen beeindruckt und habe mich sehr auf die Natur gefreut, die es in Buenos Aires einfach nicht gibt.
Ich bin vom Terminal de Omnibus mit ´nem Taxi dann zu meinem CouchSurfing-Host gefahren (http://de.wikipedia.org/wiki/CouchSurfing).  Miguel, mein Host, hat mich mit einem Mate empfangen und wir haben erst mal ein bisschen geplaudert. Dann bin ich mit einer Stadtkarte bewaffnet erst mal die Stadt erkunden gegangen, da Miguel noch auf eine zweite CouchSurferin warten musste.
Salta ist eine sehr schöne kleine Stadt und da ich kurz vor dem Osterwochenende da war, war die Stadt gefüllt von Touristen. Die kleine Stadterkundung sollte dann auch für meinen ersten Tag reichen, aber schon am nächsten Tag bin ich früh morgens in das Dorf "San Lorenzo" gefahren. Am Fuße eines Berges gab´s dort einen kleinen Fluss und ganze viele grüne Natur. Und da ich so früh morgens dort war, waren keine Menschen da, was sehr angenehm war.
Nachmittags ging es dann mit Miguel und der anderen Couchsurferin (eine Kanadierin) zum "Campo Quijano". Da sind wir dann auch ein bisschen durch die Natur gestiefel, aber zurück sind wir getrampt (wir waren auch gut müde, nach dem "durch die Natur stiefeln").
An meinem dritten Tag in Salta habe ich einen Tagesausflug nach Humahuaca gebucht. Der ging um 7 Uhr morgens los und um 20:30 Uhr abends war ich wieder in Salta. Auf unserem Weg nach Humahuaca haben wir einige Stopps in kleinen, indigenen Dörfern gemacht. Zum Beispiel in Purmamarca, wo es den "Cerro de los Siete Colores" gibt ("Berg der sieben Farben"). Auf unserem Rückweg haben wir auch einen Stopp in San Salvador de Jujuy gemacht. Der Ausflug war eigentlich ganz cool, aber es war sehr Touristisch (die ganzen Dörfer dort sind auch sehr vom Tourismus abhängig), es war für meine Verhältnisse teuer (hab ich mir trotzdem gegönnt, war ja schließlich im Urlaub) und natürlich war es zu kurz bzw. man war immer an eine Touristengruppe gebunden. In Purmamarca hatte ich zum Beispiel nu 15min Aufenthalt, was viel zu kurz war. Letztendlich hätte ich mir lieber nur Purmamarca angeguckt, dafür hätte ich mir den ganzen Tag eingeplant und wäre auch unabhängiger gewesen (und billiger wäre es auch gewesen^^). Naja, aber Dank der Exkursion konnte ich sehr viel in kurzer Zeit sehen (und da ich nur vier Tage in Salta war habe ich mich für den Ausflug entschieden).
Meine letzte Nacht in Salta hab ich dann im Hostel verbracht, weil Miguel noch andere CouchSurfer erwartet hatte. An meinem letzten Tag, Karfreitag, bin ich dann den San Bernardo ("der" Berg in Salta) hoch gelaufen. Das war nicht nur anstrengend (ich glaub 1070 Stufen), sondern auch sehr interessant: Der Berg war voll von Argentiniern, die auf dem Weg zum Gipfel an kleinen Schreinen gebetet haben und oben auf der Spitze gab es glaub ich auch einen Gottesdienst, den ich verpasst habe. Auf jeden fall war der Berg voll von Leuten! Hat mich aber gefreut, dass ich durch Zufall dieses Spektakel erleben durfte.

Campo Quijano

Campo Quijano

Cerro de los Siete Colores

Purmamarca

Humahuaca

Humahuaca mit Wiphala

Humahuaca

Pueblo de San Lorenzo

Masimara (indigenes Dorf)

Ausblick vom San Bernardo

Essensstände auf dem San Bernardo

Park in Salta

2. Stopp: Córdoba 
In Córdoba habe ich leider keinen Host gefunden, deshalb ich alle Nächte im Hostel verbracht. Ich hab mich aber mit zwei CouchSurfern getroffen, die mir ein bisschen die Stadt gezeigt haben und von Córdoba erzählt haben.
An meinem ersten Abend war ich auf einer Feria: Ziemlich groß und schön (genau das richtige für den Feria-Gänger Konrado^^). Am Tag danach, Sonntag der 8.04., habe ich mich von der ganzen Lauferei in Salta erholt und fast meine Fotos verloren (ich wollte meine bis dorthin gemachten Fotos auf meinen Speicherstick tun und dabei ist irgend was schief gelaufen, das plötzlich alles weg war). Aber ich habe das Problem letztendlich behoben und so gut wie alle Fotos retten können! Am Nachmittag habe ich mich mit einer deutschen Studentin, die ich über CouchSurfing kennen gelernt habe, getroffen. Das war sehr nett. Am Montag war ich dann in Alta Gracia. Erst hab ich mir so eine Kirche angeguckt und danach bin ich zum Museum von "Che" Guevaras Haus gegangen. Was ich dort erlebt habe, habe ich ja schon im vorherigen Post berichtet.
Den letzten Tag in Córdoba hab ich im Hostel verbracht, weil ich mich lange mit einem Hostelmitarbeiter über die Lage Argentiniens unterhalten habe (ich glaube er war ziemlich froh, dass mal ein Reisender da war, der Spanisch konnt^^). Das war auch sehr interessant; außerdem war fast keiner mehr im Hostel, schließlich war Ostern auch schon vorbei.
(In Córdoba hab ich viel gechillt und nicht soooooo viel gemacht :D)


Ausblick von einem Park in Córdoba

Skulpturen im Park



Pueblo de San Lorenzo mit Wiphala

Pueblo de San Lorenzo

Gruta de Virgin

Frontansicht

Casa del "Che"

Die Alster in Alta Gracia

Jesuiten Kirche

Straßenkunst im Künstlerviertel in Córdoba




3. Stopp: Mendoza 
In Mendoza habe ich auf den letzten Drücker noch einen CouchSurfing- Platz bekommen (ich hatte mir aber schon für die erste Nacht ein Hostel gesucht, was ich dann auch genutz habe). Ich bin um 7 Uhr morgens in Mendoza angekommen, dass hieß, erst mal Frühstücken auf der Plaza Independencia zum Sonnenaufgang (war schön, aber kalt). Danach hab ich ein bisschen die Stadt erkundet (auf eigene Faust) und am Nachmittag habe ich mich mit meinen CouchSurfing- Hosts getroffen, die mir dann auch noch ein paar Ecken von Mendoza gezeigt haben. Am nächsten Tag bin ich dann mit einer CouchSurferin in die Berge gefahren zum Minidorf "Puente del Inca". Vorher habe ich mir jedoch den "Aconcagua", den höchsten Berg außerhalb des Himalayagebirges, angeguckt. Beides war sehr beeindruckend und schön; das Wetter war auch klasse, aber zum Abend hin wurde es arschkalt!
Die CouchSurferin ist dort geblieben und ich bin dann abends wieder nach Mendoza-City gefahren.
Am Tag danach bin ich dann zum berühmt, berüchtigem "Mr. Hugo" gefahren (wer Joe Vamos´ Blog verfolgt hat von ihm schon gehört). "Mr. Hugo" hat einen Fahrradverleih in einer Gegend mit einigen Winzereien und für jeden Kunden gibt es auch noch gratis Wein von "Mr. Hugo".  Also gute Vorrauszetzung um sich zu betrinken (ich glaub deshalb ist er auch bei den ganzen Backpacker-/ Hostelbesuchern so beliebt^^). Ich habe mir dann eine gratis Weinprobe im Weinmuseum gegönnt (sehr viel vom Museum hab ich nicht gesehen, weil der Museumsführer nicht gekommen ist und alleine darf man sich das Gelände nicht angucken...) Naja, ich hab mir dann noch eine Oliven- (bzw. Olivenprodukte), Marmeladen- und Likörverkostung gegeben. Danach bin ich dann in einen Biergarten gefahren, der mir sehr gefallen hat (hat mich ein bisschen an die Bars im Schanzenvierte erinnert, war auch bisschen Hippiemäßig). Ich wollte dann mal zu einer Winzerei fahren, hab dann aber auf halbem Weg gemerkt, dass mir das zu weit ist. Deshalb bin ich umgedreht und zurück zum Biergarten gefahren und hab mir noch ein Bier gegönnt :D
Abends bin ich dann noch leicht angetrunken mit einigen CouchSurfern auf ein Jazz-Konzert gegangen, was ziemlich cool war.
An meinem letzten Tag in Mendoza hab ich wieder mal nur gechillt und mich um eine Couch in Neuquén gekümmert.....

Plaza Independencia

Park in Mendoza

Auf´m Weg zur Puente del Inca

Auf´m Weg zur Puente del Inca


Der weiß Gipfel im Hintergrund ist der Aconcagua


Ein Fossil



die "Puente del Inca"


Weinmuseum

Weinmuseum

Biergarten; Cerveza roja...


...und noch ein negra ;)

Hamburg hat mich auf meinem Weg begleitet


4. (Zwischen-)Stopp: Neuquén
Eigentlich hatte ich nicht vor einen Tag in Neuquén zu verbringen, da es aber keinen direkten Bus von Mendoza nach El Bolson gibt, blieb mir nichts anderes übrig. Ich haber sehr schnell einen CouchSurfing-Host gefunden: Ein sehr netter Schwuler, Sebastián, der mit seinem Freund zusammen lebt. Sebastián hat mir um 7 Uhr morgens auf einem Sonntag die Tür aufgemacht!! (wenn das mal nicht nett ist!) Wir haben dann zusammen gefrühstückt und dannach hat er mich auf seinem Motorrad mitgenommen und die Stadt gezeigt. Das war ein klasse, trotzdem kalter, Ausflug. Die Bäume hatten schon so eine richtig schön herbstliche Farbe und der Fluss war glasklar. Am Nachmittag hat mich dann Sebastián zu zwei Freundinnen (Schwestern) von ihm gebracht. Die sind hammer reich: Die wohnen in einem Privatenviertel, mit polizeilicher Ein-und Auslasskontrolle, Tennisplätzen, Golfplatz und Springreitanlage! Wir sind dann alle mit dem Jeep von ihnen zu ihrem Landhaus gefahren. Mitten in der Pampa kam plötzlich ein See hervor und direkt an dem See war ihr Haus (bzw. das von ihren Eltern). Ein geiler Ausblick! Und weit und breit keine Sau (bis auf einen komischen, alten Mann, ich weiß nicht ob der ein bisschen auf das Haus aufpasst...). Dort haben wir uns dann erst mal leckere Sandwiches zum Essen gemacht. Später dann am Tag haben wir dann ihren Cousin besucht, der auch an diesem See ein Haus hat! Aber dieser Cousin ist der Oberhippie schlecht hin: Der wohnt mit seiner Freundin in einer selbstgebauten Lehmhütte mit Blick auf den See! Die bauen ganz viel eigenes Gemüse und so an, haben eine Solaranlage für Strom und im Dach Wasserrohe, die von der Sonne aufgeheizt werden (also haben die auch warmes Wasse!). Die fahren zweimal in der Woche nach Neuquén um zu Arbeiten und als wir da waren habe sie sich gerade um einen Internetanschluss gekümmert. Die haben vier Jahre lang jedes Wochenende an dem Haus gearbeit und auch Unterstützung von Freunden und Familie bekommen (die wohnen da auch erst seit paar Monaten).
Ich fand das da richtig cool!
Das war mein sehr geiler Tag in Neuquén. Am nächsten Morgen ging es dann nach El Bolson. 



Ich in Neuquén



das Haus am See

Hammer Aussicht!


das Hippie-Haus



Ausblick vom Hippie





5. Stopp: El Bolson
Ich sollte eigentlich am frühen Montagnachmittag (16.04.)  in El Bolson ankommen, aber da der Bus eine Panne hatte war ich erst abends dort. Dafür habe ich auf der Fahrt eine ältere Dame kennen gelernt, deren Eltern aus Berlin und Hamburg kamen (die kann auch deutsch). Dorothea, so heißt sie, wohnt eigentlich in Buenos Aires hat aber in El Bolson eine kleine Chacra ("kleines Landgut"), die sie alle zwei Monate bzw. jeden Monat besucht und pflegt. Mit ihr hab ich mich dann am Mittwoch auch getroffen und sie hat mich mit ihrem Auto zu einem See und mit auf ihre Chacra genommen. Es war super! Traumhaftes Wetter, man hätte noch im See baden gehen können, und ich liebe einfach die Farben der Bäume im Herbst! Und das wären beides (Chacra und See) Dinge, die ich ohne Auto nicht gesehen hätte, weil die einfach ein bisschen weiter weg liegen (außerhalb von El Bolson).
Am Tag davor, Dienstag, bin ich durch El Bolson gewandert. Ich bin auf einen Berg hoch zum Mirador del Río Azul (traumhafte Aussicht auf ein Tal mit dem Río Azul), weiter zum Cabeza del Indio und dann habe ich mir noch Wasserfälle angeguckt! Ich bin also ziemlich viel rum gelaufen und bin auch dem entsprechend sehr früh ins Bett gegangen (ach ja ich hab im Hostel geschlafen, habe keine Couch gefunden).
Am Donnerstag bin ich dann wieder zurück nach Buenos Aires gefahren (fast 24 Stunden Busfahrt).


Mirador del Río Azul




Cabeza del Indio



Die Wasserfälle



Ich am See



die Chacra




Rückweg von El Bolson nach Buenos Aires




Es war eine sehr schöne Reise. Ich habe sehr viel schöne Natur gesehen, nette Menschen kennen gelernt und neue Erfahrung gesammelt. Genau wie ich es mir gewünscht habe! Ein voller Erfolg! :D




Am Samstag, nach meiner Ankunft, bin ich noch nach Baradero gefahren, da hat nämlich eine Freundin ihren Geburtstag gefeiert. Das war auch sehr nett. Und ein Wochenende später (26.04.-1.05.) bin ich mit zwei Freunden nach Paraguay gefahren, um einen Freund zu besuchen. Wir waren in der Stadt Hohenau, was eine alte, deutsche Kolonie ist und deshalb ist es nicht ungewöhnlich wenn die im gewöhnlichem Supermarkt deutsch reden (für mich war es schon komisch^^). Viele der Menschen dort sind auch noch Nazis und sehr, sehr konservativ. Ich wurde auch immer angestarrt und dabei habe ich meine Dreads in der Öffentlichkeit nicht gezeigt. Es ist auch sehr dörflich dort, da fallen drei Jugendlich von außerhalb (vielleicht konnte man uns auch ansehen das wir aus einer Großstadt kommen) auch ziemlich auf. Aber das Wochenende war trotzdem cool! ^^
 

Donnerstag, 12. April 2012

Eine kleine Geschichte

Hallo meine lieben Freunde und Freundinnen,

ich bin gerade in Mendoza und habe ein bisschen Zeit gefunden eine Geschichte zu berichten, die ich auf meiner Reise erlebt habe.

Also ich war in Còrdoba und habe einen Tagesausflug nach Alta Gracia gemacht (ca. ne Stunde von Còrdoba). Alta Gracia ist eine kleine Stadt, die dafuer beruehmt ist, dass Ernesto "Che" Guevara die meiste seiner (Kind-) Zeit dort verbracht hatte. Sein altes Wohnhaus ist jetzt (natuerlich) ein Museum.
Naja, ich bin dann in Alta Gracia rum gelaufen und habe einen alten Postboten nach dem Weg gefragt. Dieser Postbote hatte echt Spass mir viel zu erzaehlen: von seiner Arbeit, Argentinien und "Che" Guevara. Das war so ein richtiger Argentinier (er hat sogar "Che" Guevara mit Jesus verglichen). Auf jeden Fall kam er dann auch darauf zu sprechen, dass es in Argentinien keinen Rassismus gibt: "Wir haben Russen, Deutsche, Italiener, Spanier, Englaender usw." Was auch stimmt, aber als er das sagte, dachte ich mir schon: "Und was ist mit den Paraguayern und Bolivianer" (die werden naemlich oft von den Argentiniern abwertend behandelt; paraguayo wird auch als Schimpfwort verwendet). Die Europaer werden von viele Argentinier wirklich nicht als Auslaender gesehen.
Aber jetzt kommt das Interessante an der Geschicht: Ich bin dann nach dem Gespraech zum "Che" Museum gegangen und dachte der Eintritt kostet 5 Peso. Da war ich erst mal erstaunt, als die Empfangsdame 75 Peso von mir wollte!! Naja, ich hab mich dann als Studenten ausgegeben und bin fuer 45 Peso rein gekommen. Wie ich finde, immer noch ziemlich teuer. Als ich dann abends wieder im Hostel war, erzaehlte mir der Typ, der im Hostel arbeitet (Bruno heisst er), dass bis Februar 2012 der Eintrittspreis auch 5 Peso war. Aber ab Februar 2012 wurde der Eintrittspreis fuer Argentinier auf 15 und fuer Auslaender auf 75 Peso erhoeht. Bruno fand das auch ne Schweinerei und hat damals bei dem Museum angerufen und gefragt warum die das machen. Die Antwort war natuerlich, dass die Stadt Alta Gracia das so will, weil die Touristen mehr Geld haben, als die Argentinier!
So was aehnliches ist mir auch in Tilcara (einem Dorf in der Naehe von Salta) passiert: Da gibt es einen botanischen Garten in dem man toll spazieren kann (angeblich). Die Eintrittspreise waren: fuer Argentinier 15 Peso, fuer Lateinamerikaner 20 Peso und fuer "komplette" Auslaender 30 Peso. Das hab ich mir gespart, weil wir auch nur ne halbe Stunde Aufenthalt in dem Ort hatten.
Aber laut dem alten, argentinischen Postboten gibt es keinen Rassismus in Argentinien.....


Eine kleine Geschichte, die ich irgendwie witzig finde und mit euch teilen wollte ;)
Ansonsten geht es mir gut und ich geniesse meinen Urlaub ausserhalb Buenos Aires in vollen Zuegen!
(wenn ich wieder in BsAs bin lade ich auch paar Fotos hoch)

Liebe Gruesse,
Konrad

Montag, 2. April 2012

Endlich.......NEUER BEITRAG!!!

booooaaaahhhh wie lange ich schon nichts mehr geschrieben habe!!!
Es tut mir Leid, aber irgendwie hab ich nie die Zeit gefunden etwas zu schreiben. Ich habe auch jetzt nicht wirklich die Zeit was zu schreiben, denn ich muss packen; denn ich gehe morgen für ca. drei Wochen auf reise!! Mein erstes Ziel wird Salta sein. Von dort werde ich dann nach Córdoba reisen, danach geht es dann nach Mendoza und als letzte fahre ich nach El Bolson. Ich bin schon ziemlich gespannt und auch ein bisschen aufgeregt. Und ihr könnt auch auf einen schönen langen Eintrag mit (hoffentlich) vielen, schönen Fotos freuen!

Aber jetzt kommen erst mal Fotos vom letzten Samstag (24.3.)
Warum? Der 24. März ist der "Día Nacional de la Memoria por la Verdad y la Justicia" (kurz día de la memoria). Am 24. März 1976 war der Militärputsch in Buenos Aires und der Anfang der Militärdiktatur. Viele Menschen sind verschwunden und gestorben zu der Zeit und viele der "Militär-Verbrecher" wurden bis heute nicht verurteilt. Jetzt gibt es immer am 24. März eine riesige Demo in Buenos Aires zum Gedenken der Verstorbenen bzw. Verschwundenen, für die Gerechtigkeit und das dieses dunkle Kapitel Argentiniens nicht vergessen wird (und vielleicht die Militär-Verbrecher ihre Strafe irgendwann bekommen).
Ich bin dort mit einigen Jugendlich aus meinem Projekt hingegangen und ich fand's sehr interessant und ich hatte meinen Spaß (ich denke die Jugendlichen auch)!
Viel Spaß mit den Bildern! bis in paar Wochen ¡hasta luego!
Auf'm Weg zur Marcha


Lucas am Trommeln

Leute am Tanzen


v.r. Calos, Lucas, Jony


Trommler

Jony und Lucas am trommeln

Murga

Casa rosada (das Regierungsgebäude)



Casa rosada por la noche

Elmas und Ich auf der Marcha

Die Wiphala-Flagge

Freitag, 24. Februar 2012

Karneval

So liebe Leute, ich habe wieder etwas zu berichten:
Letztes Wochenende war ich Gualeguaychu. Das wird vielen von euch nichts sagen (glaub ich jedenfalls), aber Gualeguaychu ist die Hauptstadt des argentinischen Karnevals und liegt in der Provinz Entre Ríos! Dort habe ich mir dann mit paar Freunden den argentinischen Karneval gegönnt: Laut, viele Menschen, Party, bunte Farben und Schaum-Schlachten!

Seht selber:
Einen Tag vor dem Karneval am Río chillen

Wir hatten ein ruhiges Plätzchen; auf der anderen Seite war Party angesagt!

Schöner Sonnenuntergang

¡Beim Karneval!

Die ganze Truppe (v.l. Carina, Hanne, Helen, Konrad, Tobi)

Auch beim Karneval gibt's Werbung ;)

Live- Musik

Krasse Kostüme

Riesige Figuren

Auch politische/wirtschaftliche Botschaften

"Brain-Wash"

cooles Kostüm

¡Trommeln!

Die Polizei war auch anwesend

1. Gesicht

2. Gesicht

Tobi und ich auf'm Karneval

große Statue

rhythmische Trommeln und heiße Tänzerin

Am Ende wurde noch groß gefeiert, aber nur mit Polizei-Absperrung!

Sonntag, 5. Februar 2012

Seminar

Liebe Freunde in der kalten Ferne,
heute berichte ich mal von meinem Seminar. Vom 23.01. bis 28.01. hatte ich mein Zwischenseminar in Barardero.
Es waren nicht nur Freiwillige von der IERP da, sondern auch noch Frewillige von einer anderen Kirche. Wir haben uns aber alle auf Anhieb gut verstanden und es war ganz interessant heraus zu finden, dass nicht weit von uns auch eine andere Gruppe von Freiwilligen wohnt.
Während des Seminares haben wir viel über die vergangenen sechs Monate (!) geredet: Was uns so geprägt hat, womit wir Schwierigkeiten hatten usw. Aber wir haben auch viel darüber geredet was in den nächsten sechs Monaten passieren soll, wie wir uns stärker in unsere Arbeit einbringen können oder andere Ziele erreichen können. Und vorallem wie wir dieses Land verlassen wollen bzw. wie wir hier in Erinnerung bleiben wollen. Es ist schon ganz schön komisch über den Abschied hier nachzudenken. Es bleiben ja einem noch sechs Monate, aber wenn man bedenkt wie schnell die letzten sechs Monate vergangen sind, dann rückt der Abschied ganz schön nah....
Auch Armut war ein Thema des Seminares. Aber da Armut ein sehr komplexes Thema ist hatten wir natürlich nicht genug Zeit es sehr ausführlich zu bearbeiten.
Das waren alles so die Themen, die wir bearbeitet haben. Aber natürlich war das Seminar nicht nur zum "Arbeiten" gedacht, sondern auch zum Spaß haben. Einer unserer Teamer ist Erlebnispädagoge und mit dem haben wir dann sehr interessante und lustig Spiele gespielt, die die Gruppendynamik stärken. Also auch Spiele, die ich vielleicht mal in meinem Projekt machen kann. Einen Nachmittag hatten wir dann so Workshops. Da habe ich dann aus einer alten Saftpackung ein Portmonee gebastelt und das wollen wir demnächst auch bei mir im Projekt machen. Also habe ich auf jeden Fall schon etwas aus dem Seminar für das Projekt mit genommen.!
Einen Nachmittag waren wir dann am Río. War sehr schön, aber leider war der Ausflug ein bisschen zu kurz.
Am letzten Abend hatten wir dann ein Asado (natürlich, wir sind ja auch in Argentinien!) und danach einen bunten Abend, wo ich dann auch wieder getanzt habe (war ganz schön schwer mit dem Fleisch gefülltem Bauch).
Hier ein paar Fotos: (Ich habe nicht so viele gemacht, aber in absehbarer Zeit sollte ich mehr Fotos von anderen Seminarteilnehmern bekommen)

El río


Unser Zimmer (Paul, Konrad, Tim, Axel und ich)

Der Tisch zum Asado ist gedeckt!
Fast alles aufgegessen!
Die Woche nach dem Seminar war auch cool. Konrad (ein Freiwilliger, der genau so heißt wie ich) und Joe sind bis heute noch hier und wir haben uns ein paar schöne Tage gemacht!

Das war's dann für heute!
Saludos vom heute verregneten Buenos Aires

Donnerstag, 19. Januar 2012

Lebenszeichen

Moin Leute,
ich hab mich lange nicht mehr gemeldet, deshalb hier mal ein kurzes Update.
Silvester hab ich mit paar Freunden bei mir in der Wohnung gefeiert. Wir hatten eine richtig cool Party!
Danach hatte ich eine Woche frei, in der ich verschiedene "Kleinigkeiten" gemacht habe, z.B. war ich zweimal trainieren.
Dann musste ich wieder arbeiten. Die Arbeit läuft echt richtig, richtig gut! Ich verstehe mich immer besser mit den Kindern und den Educadores. Und im Moment ist es richtig heiß hier, da bin ich super froh, dass ich einen Pool im Projekt habe!^^
In den letzten paar Tagen hab ich sehr viel Post bekommen; DANKE!!! Ich freue mich immer, wenn ich Post bekommen und unter den Freiwilligen bekomme ich auch mit am meisten Post!^^ (und bis jetzt ist glaub ich auch immer alles angekommen, also ich hatte noch nie Probleme mit der Post)
Also vielen Dank an die ganzen fleißigen Briefe- und Päckchenschicker!
Ich komm leider nicht dazu so viele Briefe zu schreiben :(

Gerade ist mein sehr guter Freund Joe zu Besuch. Wir machen uns ein paar entspannte, schöne Tage. Nächste Woche geht es dann nach Baradero, wo ich ein Zwischenseminar habe (danach kommt dann auch wieder ein ausführlicher Post mit Bildern^^).

In diesem Sinne liebe Grüße,
Konrad